Hünfeld. Die Tatsache, dass in Hünfeld an diesem Wochenende eventuell die Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga hätte gefeiert werden können, lähmte den HSV am Samstag keineswegs. Im Gegenteil: Der Tabellenführer schoss den SVA Bad Hersfeld im Derby der Fußball-Verbandsliga regelrecht aus der Rhönkampfbahn. Am Ende schlug ein 6:1 (3:0)-Erfolg für die Gastgeber zu Buche.
Auf verlorenem Posten: Der SVA, hier mit Christian Pfeiffer (in Gelb-Schwarz), war in den Zweikämpfen zumeist nur zweiter Sieger. Foto: Eyert
„Die Leistung war eines Meisters würdig“, jubelte der Hünfelder Statistiker Heiko Herbst beim Schlusspfiff. Und auch die 320 Zuschauer zeigten sich nach dem Sieg begeistert und spendeten dem Spitzenreiter reichlich Applaus. „Wir haben im Offensivspiel den Schalter umgelegt und herrlich herausgespielte Tore erzielt“, strahlte auch HSV-Trainer Oliver Bunzenthal.
Besonders der Treffer zum 5:1 durch Niclas Rehm hat das Prädikat „Tor des Jahres“ verdient: Der Blondschopf nahm eine Flanke am Strafraum mit der Brust an – ließ den Ball nach oben springen und drosch das Leder per Fallrückzieher genau in den Winkel. Sein Trainer zeigte sich begeistert: „So ein Tor hab ich wirklich noch nie gesehen – sensationell.“
Allein Maurus Klüber hätte statt einem Doppelpack auch gut und gerne vier oder fünf Tore erzielen können, scheiterte aber mehrfach an SVA-Keeper Michael Panthen. Ein Erfolgsrezept beim HSV ist sicherlich der Rollentausch von Sebastian Gensler und Dominik Weber: Bereits beim letztwöchigen Sieg in Vellmar rückte Weber in die Innenverteidigung und Gensler dafür auf die Sechserposition.
Hünfeld: Ruck - Grosch, Gensler, Müller, Weber, Klüber, Rehm (74. Rohde), Witzel, Trabert, Schirmer (74. Schirmer), Helmke.
SVA: Panthen - Ebinger, Saal, Pannek, C. Wiegand, Pfeiffer, Simon, Wenig, Freisinger, St. Wiegand, Schuch.
SR: Velten (Schöffengrund) - Z:320
Tore: 1:0 Klüber (11.), 2:0 Weber (16.), 3:0 Klüber (38.), 3:1 Simon (58.), 4:1 Müller (65.), 5:1 Rehm (68.), 6:1 Müller (89., Foulelfmeter)
Von Ralph Görlich