Fußball/Verbandsliga: SVA überrascht im Heimspiel gegen Schwalmstadt mit 4:2
Asbach. Von wegen ersatzgeschwächt: Verbandsligist SVA Bad Hersfeld hat am Samstag im Heimspiel gegen den 1. FC Schwalmstadt richtig überrascht. Die Gelb-Schwarzen gewannen die Partie nicht nur mit 4:2 (1:0), sondern überzeugten dabei auch mit einer Leistung, die viele in der Form nicht erwartet hatten. Aus einer „Notelf“ ist eine Mannschaft mit Tugenden geworden. Sie kann vor allem eins: Kämpfen!.
Entscheidende Spieler: Robert Simon (links) und David-André Hugo freuen sich auf diesem Foto über das 1:0. Foto: Eyert
David-André Hugo freute sich hinterher über den Sieg genauso wie ein Kind auf den Lollsrummel. „Der Sieg war heute Gold wert. Jetzt können wir feiern“, meinte der SVA-Stürmer nach dem Abpfiff. Hugo hatte allen Grund zum Jubeln. Schließlich schloss er in der 64. Minute nicht nur ein feines Solo zum 3:0 ab, sondern gab auch die Flanken zum 1:0 und 4:1 durch Robert Simon in der 32. und 72. Minute.
Starker Panthen
Auch Norbert Rickert war zufrieden. „Wir haben heute in der Abwehr gut gestanden und bei den Kontern das Bällchen laufen lassen. Es war ein gutes Spiel“, sagte der Trainer. Und er lobte im gleichen Atemzug nicht nur die Abwehrkette mit Mannschaftskapitän Daniel Heß, Alexander Ebinger, Romeo Schäfer und Sebastian Schuch, sondern auch seinen Torwart. „Michael Panthen hat heute einen prima Tag gehabt.“ Der SVA-Torwart war in einem wechselvollen Spiel in allen Situationen Herr der Lage.
Knackpunktsituation
Seine größten Glanztaten volbrachte er in der 15. Minute, als Panthen nach einem Kopfball von Benedikt Jäckel reaktionsschnell parierte, und in der 70. Minute, als er gegen Ingmar Merle in höchster Not genau richtig stand. Genau diese Situation war es, die Christoph Baum als einen der „Knackpunkte“ ausmachte. „Wenn uns hier der Anschlusstreffer gelingt, wäre mehr für uns möglich gewesen“, meinte der Schwalmstädter Trainer.
Der Foulelfmeter zum 2:0 - Frank Jäger rempelte Henrik Saal fast an der Außenlinie im FCS-Strafraum um, Heß verwandelte sicher - war für ihn schon eine Vorentscheidung. „So wie in dieser fehlte uns heute in einigen Situationen einfach die Cleverness“, so Baum.
Auf Augenhöhe
Der Gästecoach hat in einem wechselvollen Spiel seine Mannschaft mit Asbach auf Augenhöhe gesehen. Tatsächlich lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch mit zahlreichen spannenden Strafraumszenen. Hugo verpasste in der 27. Minute nach Flanke von Christian Dick die Führung. Die Flanke zum 1:0 für Simon baute jedoch den Ex-Ausbacher wieder auf. Einziger Pechvogel beim SVA war der eingewechselte Niklas Braun, der freistehend versiebte.
Von Hartmut Wenzel